Greenlilly

Umweltgifte in unserem Zuhause!

Bild mit freundlicher Genehmigung von fantasista bei FreeDigitalPhotos.net

Phthalate, Bisohenol, wir alle haben schon davon gehört oder gelesen und wir wissen das sie für uns nicht unbedingt gesund sind. Aber wissen wir auch wie diese Stoffe in unseren Körper gelangen und, noch wichtiger, wie wir sie reduzieren und so unsere und die Gesundheit unserer Familie schützen können?

EAS – Der Feind in unserem Körper!

Endokrin aktive Substanzen (EAS) sind Stoffe, die auf die normale Hormonaktivität Einfluss nehmen oder sie stören können. Führt dies zu Beeinträchtigungen, werden sie als endokrine Disruptoren bezeichnet. (Quelle EU Behörde f. Lebensmittelsicherheit)

Biomonitoring Studien zeigen das sich diese Chemikalien in jedem von uns befinden. Warum? Ganz einfach sie befinden sich in so ziemlich jedem Produkt das wir kaufen! Ein Test hat ergeben das in 93% aller getesteten Personen Spuren von EDS Chemikalien zu finden waren in mindesten 75% der getesteten handelte es sich hierbei sogar um endokrine Disruptoren.

Die Zahl der, nennen wir es einmal „Vergiftungen“ ist in den letzten 40 Jahren kontinuierlich angestiegen. Dies bedeutet aber auch dass man Langzeitfolgen noch gar nicht abschätzen kann. Da frühere Generationen diesen Substanzen nie ausgesetzt waren.

Es ist unbestritten das die Chemische Belastung unserer Körper nie höher war als heutzutage, und das dies vor allem für Schwangere und Kleinkinder extrem gefährlich sein kann. Das Krankheiten bei Kindern wie Asthma, Krebs, Autismus etc. in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen sind kann kein Zufall sein. Hormone und Chemikalien die sich wie Hormone verhalten könnten eine Schlüsselrolle in dieser neuen Entwicklung einnehmen.

Allerdings kann niemand sagen welche toxische Belastung welche Krankheit auslösen kann. Und auch wenn EAS in unserem Körper schnell abgebaut werden (was ein Hauptargument der Industrie für die Harmlosigkeit von diesen Stoffen ist), so steigt die Belastung unserer Körper jedoch kontinuierlich. Wir sind ihnen jeden Tag ausgesetzt, in unserem Essen, unseren Pflegeprodukten und sogar in unseren Möbeln.

Die Art der Verbreitung

Man geht einkaufen, holt sich z.B Dosengemüse, Duschgel und da man ja ein Baby zuhause hat auch Babynahrung. All diese Dinge enthalten Endoktrin Aktive Substanzen oder nehmen diese über die Palstik oder Aluminium Verpackungen auf. Also nimmt man diese Stoffe beim Essen zu sich, atmet sie ein und in machen fällen trägt man sie direkt auch die Haut auf (Duschgele, Shampoos, etc.)

So nun haben wir diese Stoffe also glücklich in unserem Körper, aber es endet nicht hier. Bei jedem Toilettengang entlassen wir kleinste Teile davon über das Abwasser in die Umwelt. Die Verpackungen werfen wir in den Müll und auf den Mülldeponien verrotten sie langsam und geben noch mehr dieser Stoffe in den Boden ab, wo sie über das Grundwasser ihren Weg wieder zurück zu uns finden.

EDS richten ihren Schaden früh im Kindlichen Entwicklungsstadium an. Sie führen zu kleinen Veränderungen im Zellmaterial des Fötus, diese können sich dann auf die weitere Entwicklung des Kindes negativ auswirken.

Bisher ist man davon ausgegangen das die Plazenta als Barriere für Giftstoffe fungiert. Allerdings hat ein Biomonitoring Report der „Enviromental Working Group“ gezeigt das im Nabenschnurblut eines Neugeborenen über 200 Umweltgifte enthalten waren…

Die großen drei

Bisphenol A (BPA)

Zu finden in Bruchsicheren Plastikbehältern, der Innenverkleidung von Getränke und Lebensmitteldosen etc.

BPA steht schon länger im Verdacht Krebserregend zu sein, kann aber auch Auswirkungen auf das Herz Kreislaufsystem haben.

Phthalate

Einer der viel genannten „Weichmacher“ ist in so gut wie allen Vinyl Produkten zu finden, aber aufgrund seiner Eigenschaft Duftstoffe im Produkt zu halten auch in Bodylotions, Shanpoos. 2008 wurde der Stoff in Produkten für Kinder unter 3 Jahren verboten, was aber nicht bedeutet das er damit auch aus den Kinderzimmern verschwunden ist. Phthalate wird in Verbindung gebracht mit reduzierten Testosteronwerten bei Kindern aber auch Erwachsenen. Bei Jungen welche bereits im Mutterleib mit Phthalate in Kontakt gekommen sind zeigten sich Zeichen einer „verweiblichung“ sowie ein beeinträchtigtes Wachstum der Hoden.

Wie sind wir hier gelandet?

Warum darf man Stoffe die Potenziell gefährlich sind einfach so in Umlauf bringen? Ein Auto darf ja auch nicht ohne Unzählige Crashs- uns Sicherheitstests auf die Straße?

Eigentlich ganz einfach die Grenzwerte diese Stoffe liegen teilweise so hoch das die Industrie diese Grenzen nie erreicht und somit das Produkt nicht besonders freigeben lasse muss. Eigentlich sollte man jede Chemikalie erst einmal als Potentiell schädlich einstufen (auch in kleinen Dosen) bis das Gegenteil bewiesen ist.

Jedoch setzt auch langsam bei einigen Herstellern ein Umdenken ein und man ist bemüht diese Stoffe durch Alternative zu ersetzen welche keine schädlichen Wirkungen haben. Allerdings muss hier auch die Regierung stärker ihrem Kontrollauftrag nachkommen und wenn nötig entsprechende Produkte aus dem Verkehr ziehen.

Wir können etwas ändern!

Mit einer so allgegenwärtigen Bedrohung durch Endoktrin aktive Substanzen wie kann man dann seine Familie schützen? Man kann und es ist nichteimal Kompliziert!

Phthalates

Statt: Hygieneprodukte welche „Duftstoffe“ bei den Inhaltsstoffen angeben.
Versuche: Duftstoff freie Produkte, BioProdukte welche Ätherische Öle verwenden etc. Im Internet findet man eine ganze Menge Shops welche sich auf solche Produkte spezialisiert haben.

Statt: Stark parfümierten Reinigern
Versuche: Eine Sprühflache mit einem Selbstgemachten Reiniger mit einer Mischung ½ Essig und ½ Wasser und etwas Ethärischem Öl. Es gibt auch Reiniger welche komplett auf die Zugabe dieser Stoffe verzichten.

BPA

Statt: Wasserflaschen aus Plastik oder Aluminium
Verwende: Wasserfaschen aus Edelstahl

Statt: Dosengemüse etc.
Verwende: Produkte in Glasverpackungen, Gefrorenes und Getrocknetes Gemüse und am besten Frisch.

Statt: Nahrung in Plastik Mikrowellengeschirr erwärmen welches BPA enthält.
Verwende: Fülle die Produkte in Glas oder Keramikbehältnisse um. Babynahrung generell nicht in der Mikrowelle erwärmen sondern in einem Wasserbad.

Wenn man ein wenig die Augen offen hält und sich für die Dinge interessiert mit welchen und sie Industrie das Leben vereinfacht dann sollte man sehr schnell sehen das es Garnichts so schwierig ist einen Umweltbewussten Weg einzuschlagen.

Die in diesem Artikel angeführten Medizinischen Erkenntnisse und Hinweise sind rein informativer Natur und dienen in keiner Weise als Individueller Diagnose oder Behandlungsplan.

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